Die Tradition hinter der Hochzeitstorte und dem besonderen Moment
Die Tradition der Hochzeitstorte reicht viele Jahrhunderte zurück. Bereits im antiken Rom wurde ein Brot über dem Kopf der Braut gebrochen – als Symbol für Fruchtbarkeit und ein erfülltes gemeinsames Leben.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus in England eine erste Form der gestapelten Hochzeitstorte: Gäste brachten kleine Kuchen mit, die übereinandergestapelt wurden. Gelang es dem Brautpaar, sich darüber zu küssen, ohne dass alles einstürzte, galt das als gutes Zeichen für die Zukunft. Die heute bekannte mehrstöckige Torte entstand schließlich im 19. Jahrhundert und wurde schnell zum festen Bestandteil von Hochzeiten.
Doch unabhängig von ihrer Herkunft ist die Hochzeitstorte heute vor allem eines: ein gemeinsamer Moment der mit euren Gästen zelebriert wird. Ein bewusster Augenblick im Ablaufplan, in dem ihr für eure Gäste etwas ganz Besonderes ausgesucht habt und dieses mit ihnen teilt. Gerne wird hier auch um die oberste Hand gekämpft – ganz nach dem Gedanken „Wer die Hand beim Anschneiden der Hochzeitstorte oben hat, hat in der Ehe das sagen“. Und genau deshalb ist sie nicht nur Dekoration oder Tradition, sondern auch ein Highlight für die Stimmung und häufig ein kleiner, wichtiger Übergang innerhalb des Hochzeitstages für das Brautpaarshooting im Anschluss.



Jede Hochzeitstorte ist ein individuelles Highlight für euren Hochzeitstag
Ich durfte Katharina von Berries and Brides und ihre leckeren Sweets das erste mal 2023 bei einer Hochzeit im Schloss von Hammerstein als Wedding Day Managerin kennenlernen. Ob Hochzeitstorte oder ein ganzer Sweet table, Katharina steht für individuelle Konzepte und persönliche Beratung. Nachdem sie auch ihre eigene Hochzeit im Schloss von Hammerstein feierte, durften wir sie beim Inspiration Day 2025 begrüßen und feierlich ihre Tortenkünste bestaunen.
Janina: Seit wann begleitest du Hochzeiten und was begeistert dich daran?
Katharina: Seit 2020 arbeite ich als selbstständige Konditorin und habe seitdem schon einige Paare mit Torte und süßen Leckerein versorgt. Meine erste Hochzeit habe ich aber schon 2012 als Auszubildende begleitet, damals gab es Cupcakes für eine Zirkus-Hochzeit.
Am meisten begeistert mich die Einmaligkeit dieser Besondern Feste. Jede Hochzeit ist individuell, selbst wenn sich Farbkonzepte oder Ideen wiederholen. Keine Torte gleicht der Anderen und jede ist ein Kunstwerk für sich, welche mit viel Fachwissen, Handwerk und Liebe zum Detail hergestellt wird.
Janina: Was unterscheidet dich in deinem Bereich von anderen Hochzeitsdienstleistern und warum entscheiden sich Brautpaare bewusst für dich?
Katharina: Ich führe mein Unternehmen komplett alleine – das heißt, jede Beratung und jede Torte geht direkt durch meine Hände. Dadurch entsteht eine sehr persönliche Zusammenarbeit von der ersten Idee bis hin zum fertigen Produkte – ohne Umwege oder Übergaben.
Viele Paare schätzen genau das: eine feste Ansprechpartnerin und eine Torte, die wirklich individuell auf sie abgestimmt ist. Mir ist dabei wichtig, dass Design und Geschmack gleichermaßen überzeugen – nichts von der Stange, sondern eher etwas ganz besonders, eben auch für einen ganz besonderen Anlass.

Warum die erst Idee häufig nicht die beste ist
Janina: Was steckt hinter deiner Arbeit, dass Brautpaare nicht sehen, aber zu dem Ergebnis führt?
Katharina: Auf jeden Fall ganz viel Organisation, Planung und Abstimmung! Von der ersten Idee über Skizzen, Einkaufslisten und Zeitplanung bis hin zur perfekten Umsetzung am Ende – da laufen viele kleine Schritte zusammen, die am Hochzeitstag einfach funktionieren müssen. Ich spreche bespielsweise immer im Vorfeld mit jeder Location um die Anlieferung und Kühlung zeitlich einplanen zu können, ich mache mir Notizen zum Paar und zur gewünschten Atmosphäre, um das Gefühl auch in der Torte einfangen zu können und ich nehme mir viel Zeit, um Fragen und Unsicherheiten der Paare aufzuklären.
Janina: Was unterschätzen Brautpaare an deinem Bereich am häufigsten und was macht in der Realität am Hochzeitstag den größten Unterschied?
Katharina: Die Komplexität einer Torte wird oft unterschätzt – die steht ja am Ende einfach „nur da“, aber bis dahin ist es ein kleines Bauprojekt. Es geht um Kühlung, Statik und äußere Bedingungen – und bei 35 Grad im Schatten funktionieren manche Pinterest- oder KI-Ideen einfach nicht so, wie man sich das vorstellt.
Und auch beim Design gehen viele erstmal auf Nummer sicher. Verständlich – aber ehrlich gesagt entstehen die richtig coolen Torten meistens dann, wenn Paare mir vertrauen und wir gemeinsam etwas Individuelles entwickeln, statt die erstbeste Idee umzusetzen


Janina: Welche Art von Brautpaaren und Hochzeiten passt besonders gut zu dir
Katharina: Am liebsten arbeite ich mit Paaren, denen mein Stil wirklich gefällt und die mir ein gewisses Maß an kreativer Freiheit lassen. Wenn Vertrauen da ist, entstehen meistens die individuellsten und schönsten Torten, die perfekt zum Gesamtbild der Hochzeit passen.
Janina: Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Vertrauen ist die Basis einer jeden guten Zusammenarbeit und wenn du dich dann noch kreativ austoben kannst, macht es gleich doppelt Spaß. Ich danke dir und freue mich auf viele weitere Hochzeiten zusammen.
Seid ihr neugierig auf Katharinas Tortenkünste geworden?
Besucht sie auf der Webseite: https://berriesandbrides.de/
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